

Am Ende des Verbrennungsrostes angekommen, ist der Abfall fast vollständig ausgebrannt. Übrig bleibt lediglich die Schlacke als Verbrennungsendprodukt, die durch Öffnungen im Rost zunächst zum Abkühlen in ein Wasserbad fällt (Nassentschlacker).
Die hohe Verbrennungstemperatur gewährleistet einen vollständigen Einschluss der Inhaltsstoffe, die vorher im Abfall enthalten waren.
In der Schlacke sind Rückstände von Glas, Metallen und Keramik enthalten, die durch die hohen Temperaturen fest zusammen verschmolzen werden. Schlacke ist ein vielfältiges Endprodukt. Sie muss jedoch vor der Wiederverwertung entsprechend aufbereitet werden.
In einem ersten Schritt werden die leicht löslichen Salze in einem Wasserbad ausgewaschen. Dann wird das Material aufgebrochen und von Metallen sowie Schwebestoffen befreit. Im Anschluss altert das Material mindestens drei Monate auf einer Trapezmiete unter freiem Himmel. Die Metallfraktion wird separat gelagert und der Wiederverwertung zugeführt.
Schlackeaufbereitung unterliegt gesetzlichen Vorgaben

Die Aufbereitung der Schlacke unterliegt den Bestimmungen der LAGA (Länderarbeitsgemeinschaft Abfall) und muss gewisse Kriterien erfüllen. Ist sie der Verwertung zugedacht, muss das Material zur Qualitätssicherung verschiedene Produkteigenschaften erfüllen.
Erst wenn diese gegeben sind, darf das Material eingesetzt werden. Hier gibt es vielfältige bautechnische Möglichkeiten als:
- Tragschicht unter Beton, Asphalt oder Pflaster
- Unterbau beim Straßendamm
- Mineralische Oberflächen Abdeckung bei Lärmschutzwällen
- Einbau in Deponieflächen als Ausgleichsschicht zwischen Abfall und Oberflächenabdichtung
Der Einsatz von Schlacke schont natürliche Ressourcen wie Kies und Sand und hilft den intensiven Landschaftsverbrauch zu verringern. Und sie ist absolut reaktionsfrei, so dass keine giftigen Sickerwässer oder Gase mehr emittiert werden.