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05.09.2010 13:17:53 Uhr
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Überschrift: Presse-Information

Knapsack, 25.03.2009
Ministerpräsident Rüttgers lobt Ersatzbrennstoffkraftwerk

 

Auf dem Gelände des Chemieparks Knapsack ist heute, in Anwesenheit des Ministerpräsidenten Nordrhein-Westfalens, Dr. Jürgen Rüttgers, das Ersatzbrennstoffkraftwerk (EBKW) Knapsack offiziell eingeweiht worden. Zusammen mit dem Bürgermeister der Stadt Hürth, Walther Boecker, Helmut Weihers, Geschäftsleitung InfraServ Knapsack und Vorstandsvorsitzender der E.ON Energy from Waste AG (EEW) Carsten Stäblein nahmen zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft an der Feierlichkeit teil.

 

„Das neue Ersatzbrennstoffkraftwerk im Chemiepark Knapsack ist ein Meilenstein moderner Umwelttechnik. Wir in Nordrhein-Westfalen machen das einzig Vernünftige in der gegenwärtigen Wirtschaftskrise: Wir investieren in unsere Zukunft“, so lobt Rüttgers das Projekt. InfraServ-Geschäftsleiter Weihers betont: „Die perfekte Teamleistung in Planung und Bau zeigt ihre Früchte in der fristgerechten Fertigstellung der Anlage mit einer größeren Energieleistung als erwartet.“ „Hier im Chemiepark Knapsack konnten wir unserem Industriepartner InfraServ eine maßgeschneiderte und umweltfreundliche Anlage liefern", unterstreicht EEW-Vorstandsvorsitzender Stäblein.

 

Eigene Betreibergesellschaft
Die Projektpartner InfraServ GmbH & Co. Knapsack KG, die Betreibergesellschaft des Chemieparks Knapsack, und EEW haben für die Umsetzung des Vorhabens und den Betrieb der Anlage eine eigene Gesellschaft gegründet: die EBS Kraftwerk GmbH.

 

Energieversorgung für den Chemiepark
Pro Jahr werden je nach Heizwert zwischen 240.000 und 280.000 Tonnen Ersatzbrennstoffe, das sind u.a. aufbereitete Gewerbeabfälle, thermisch verwertet und in Strom und Prozessdampf für den Chemiepark umgewandelt.

Der Probebetrieb hat gezeigt, dass die dazu eingesetzten Kraft-Wärme-Turbinen die geplante Leistung von rund 33 Megawatt (MW) erreichen. Der Eigenbedarf der Anlage an Strom fällt zudem geringer aus als erwartet. Den erzeugten Überschuss kann das EBKW Knapsack zusätzlich an den Chemiepark liefern. Am Standort Knapsack wurden rund 105 Millionen Euro in das Kraftwerk investiert und 35 neue direkte Arbeitsplätze sowie ca. 15 weitere im Umfeld geschaffen.

 

Umweltschutz
EEW hat in Knapsack eine Verbrennungsanlage auf hohem technischem und ökologischem Niveau gebaut. Bei der Verbrennung entzieht diese moderne Anlage dem Rauchgas nahezu sämtliche Schadstoffe und leistet somit einen bedeutenden Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Die Erzeugung der Energie ist, auf Grund des hohen biogenen Anteils des Abfalls, überwiegend CO2-neutral. Gleichzeitig ersetzt der Ersatzbrennstoff fossile Energieträger wie Kohle oder Öl und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Ressourcenschonung.

 

InfraServ GmbH & Knapsack Co. KG
InfraServ Knapsack ist die Betreibergesellschaft des Chemieparks Knapsack und in der Region führender Anbieter eines breiten Spektrums industrieller Dienstleistungen. Mit rund 800 Mitarbeitern bietet die InfraServ Knapsack Dienstleistungen in den Produktbereichen Analytik, Aus- und Weiterbildung, Engineering & Contracting, Energiemanagement, Industrielle Instandhaltung, Informations- und Kommunikationstechnologie, Logistik, Personalmanagement, Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltmanagement, Ver- und Entsorgung sowie weitere Standortdienstleistungen an. InfraServ Knapsack versorgt die Unternehmen am Standort Knapsack mit allem, was sie brauchen, um sich auf ihre Kerngeschäfte konzentrieren zu können. Darüber hinaus bietet Infra-Serv Knapsack seine Dienstleistungen auch interessierten Industrie- bzw. industrienahen Unternehmen an. Im 160 Hektar großen Chemiepark Knapsack arbeiten rund zehn internationale Unternehmen mit etwa 2.200 Beschäftigten. www.infraserv-knapsack.de

 

E.ON Energy from Waste
Die E.ON Energy from Waste AG ist ein Unternehmen des E.ON-Konzerns, das sich auf die thermische Behandlung von Abfall und Ersatzbrennstoffen spezialisiert hat. Im Marktsegment Abfallverbrennung ist die E.ON-Tochter in Deutschland Marktführer. In den EEW-Anlagen werden sowohl Haus- und Gewerbeabfälle als auch aufbereitete heizwertreiche Abfallfraktionen und Ersatzbrennstoffe für die Produktion von Strom, Fernwärme und Prozessdampf eingesetzt. Für die EEW-Gruppe arbeiten heute nahezu 1.300 Menschen. www.eon-energyfromwaste.com

 

Kurzportrait:
Auftraggeber:     EBS Kraftwerk GmbH (Gesellschafter InfraServ GmbH & Co. Knapsack [ISK] und

                         E.ON Energy from Waste)
Einrichtungen:    2 Linien mit 120.000 Tonnen Kapazität pro Jahr und 15,5 Tonnen pro Stunde

                         Durchsatz,
Kapazität:          je nach Heizwert zwischen 240.000 und 280.000 Tonnen pro Jahr
Energie:             Stromerzeugung 33 MW, Prozessdampfauskopplung bis ca. 1,2 Mio. Tonnen/Jahr 
                         möglich
Investitionen:     105 Mio. Euro
Regelbetrieb:     seit Anfang 2009

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