Pirmasens, 21.01.2009
MHKW Pirmasens blickt auf erfolgreiche zehn Jahre zurückUmweltverträgliche Müllentsorgung produziert umweltschonend Energie
Das Müllheizkraftwerk Pirmasens blickt auf eine zehnjährige Erfolgsgeschichte zurück: Dort wurden seit Beginn des Betriebs rund 1,7 Millionen (Mio.) Tonnen Haus- und Gewerbeabfall umweltgerecht entsorgt. Die durchgesetzte Menge kommt einem Güterzug mit einer Länge von 1.390 Kilometern gleich. Das entspricht der Entfernung von Hamburg bis Bordeaux.
Durch die Abfallverbrennung wurden rund 822.000 Megawattstunden (MWh) Strom produziert, wovon ein geringer Teil für den Eigenbedarf benötigt wurde. Die Stadtwerke Pirmasens bezogen 632.000 MWh. Dies deckte den Bedarf von ungefähr 20.000 privaten Haushalten. Mit der insgesamt vom MHKW erzeugten Strommenge würde zum Beispiel eine Energiesparlampe mit 10 Watt 2.608.600 Jahre leuchten.
Weiterhin wurden bisher rund 150.000 MWh Fernwärme erzeugt und an die Stadtwerke Pirmasens abgegeben. Damit wurde der Bedarf von rund 1.500 Haushalten abgedeckt.
Die Stromerzeugung war im Jahr 2008 genau 8.617 Stunden in Betrieb. Sie arbeitet quasi rund um die Uhr und war zu 98,1 Prozent verfügbar.
Dabei wurden die zulässigen Grenzwerte jederzeit unterschritten, wie der Technische Leiter, Wolfgang Knörzer, betont: „In den gesamten zehn Jahren gab es keine einzige Situation, in der das MHKW wegen Nichteinhalten gesetzlicher Vorgaben oder Überschreiten von Grenzwerten außer Betrieb genommen werden musste.“
Das MHKW hat langfristig zirka 60 direkte sichere Arbeitsplätze geschaffen und leistet zusätzlich einen Beitrag zur Unterstützung der regionalen Wirtschaft, zum Beispiel bei der Vergabe von Aufträgen. In den zurückliegenden zehn Jahren gingen Aufträge in Höhe von rund 2,5 Mio. Euro an rund 40 Unternehmen in der Region Südwestpfalz. Das ergibt einen täglichen Bestellwert in Höhe von 1.000 Euro.
Hinzu kommen noch 600 bis 800 Übernachtungen/Jahr durch Mitarbeiter von Fremdfirmen oder aus dem Kreis der E.ON-Kollegen.
Hintergrund
E.ON Energy from Waste Saarbrücken GmbH (EEW) ist eine 100% -Tochter der E.ON Energy from Waste AG (Helmstedt). Innerhalb der E.ON Energie AG wird in dieser Gruppe mit mehr als 1.300 Mitarbeitern sämtliches technisches und operatives Know-how der Abfallverbrennung und der damit einhergehenden umweltschonenden Energieerzeugung gebündelt.
EEW Saarbrücken, zuvor Sotec, beschäftigt davon rund 300 Mitarbeiter und ist seit mehr als vier Jahrzehnten in der Entsorgungswirtschaft tätig.
Bisher hat die EEW Saarbrücken vier Abfallverbrennungsanlagen geplant, gebaut und finanziert – und betreibt diese auch. Mit einer Jahreskapazität von über 1.000.000 Tonnen gewährleisten die Anlagen in Neunkirchen, Pirmasens, Velsen, Eschbach (Baden-Württemberg) und zukünftig auch in Leudelange (Luxemburg) langfristig Entsorgungssicherheit. Seit Mitte 2008 ist im Chemiepark Knapsack (Nordrhein-Westfalen) ein Ersatzbrennstoffkraftwerk in Betrieb.