Helmstedt, 01.04.2008
BKB verschwindet – und startet doppelt neu

E.ON Energy from Waste und E.ON Kraftwerke führen BKB-Geschäfte fort
Mit dem heutigen Tag gibt es in Helmstedt den Traditionsnamen BKB nicht mehr. Aber gleichzeitig tauchen zwei neue Firmennamen in Helmstedt auf, in denen die Geschäfte und die Mitarbeiter der BKB eine berufliche Zukunft finden. Die "klassische" BKB mit dem Kraftwerk Buschhaus, dem Tagebau Schöningen und einem Teil der bisherigen BKB-Zentrale heißt künftig E.ON Kraftwerke, Revier Helmstedt. Und unter dem Namen E.ON Energy from Waste firmiert künftig die gesamte Abfallverbrennungssparte, die von BKB in den vergangenen Jahren erfolgreich auf- und ausgebaut worden war.
"Der neue Name ist zugleich ein Bekenntnis des E.ON-Konzerns: Energieerzeugung durch Abfallverbrennung zählt zum Kerngeschäft. Name und Farbe unseres Unternehmens lassen diese Familienzugehörigkeit zukünftig deutlich werden", freute sich Carsten Stäblein, Vorstandsvorsitzender der E.ON Energy from Waste AG, über diesen Schritt.
In Anlehnung an den seit 2003 von BKB verwendeten Slogan "Neue Energie aus Abfall" und mit Blick auf die Wachstumsstrategie des Unternehmens wurde die englische Variante der Geschäftsfeldbezeichnung als neuer Name gewählt. "Der Name BKB (ehemals Braunschweigische Kohlenbergwerke) ist nicht selbsterklärend und steht nicht mehr für unser Geschäftsfeld. Nun sagen wir also auch in unserem Namen, was wir tun und wofür wir stehen", begründete Stäblein die Namenswahl.
"Für die mehr als 550 Mitarbeiter, deren Arbeitgeber künftig E.ON Kraftwerke heißt, ändert sich im Grunde nur der Firmenname", sagte E.ON Kraftwerke-Chef Dr. Ingo Luge. Schon seit langem sei die BKB eine hundertprozentige Tochter von E.ON Kraftwerke gewesen. Eine enge Verzahnung der Stromerzeugung von BKB und EKW gebe es schon lange, schließlich sei das Kraftwerk Buschhaus Teil des E.ON-Kraftwerksparks. "Aber für uns als E.ON Kraftwerke ändert sich etwas", so Luge weiter. "Das Helmstedter Revier rückt ein ganzes Stück näher, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehören nun direkt zu uns. Damit gibt es erstmals einen eigenen Braunkohletagebau unter dem Namen E.ON Kraftwerke. 130 Jahre Erfahrung im Bergbau, das ist wertvolles Know-how für unsere unternehmerische Weiterentwicklung."
Zugleich, betonte Luge, sei diese Tradition auch eine Verpflichtung. "Wir sehen uns in der Tradition der BKB, die über 130 Jahre diese Region mit geprägt hat. Wir werden daher selbstverständlich auch die bergmännischen Traditionen fortführen. Und die Ausbildung junger Menschen hat im gesamten E.ON-Konzern große Bedeutung. Daher werden wir auch künftig in Helmstedt rund 60 Auszubildende haben." Helmstedt sei ab sofort, neben Gelsenkirchen, das zweite Ausbildungszentrum für die E.ON Kraftwerke.
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