Helmstedt, 19.11.2007
Erster Spatenstich für den Bau der Abfallverbrennungsanlage im niederländischen Delfzijl
Mit einem symbolischen ersten Spatenstich beginnt offiziell die Bauphase für die Abfallverbrennungsanlage für Gewerbe- und Haushaltsabfälle im Industriegebiet Oosterhorn in Delfzijl.
„Nach Erteilung aller erforderlichen Genehmigungen haben wir umgehend mit allen notwendigen Vorbereitungen für den Baustart begonnen. Die Baustelle wird derzeit eingerichtet, die Baufirmen sind bereits vor Ort“, erklärt Rolf Kaufmann, kaufmännischer Geschäftsführer von BKB Delfzijl. „Bis zu 150 Bauarbeiter der verschiedensten Gewerke werden auf der Baustelle gleichzeitig tätig sein“, ergänzt Kaufmann. „Wir liegen mit unseren Planungen im Zeitplan. Die Abstimmungen mit den Behörden zur Gründung des Abfallbunkers sind abgeschlossen, so dass wir nun mit den Arbeiten für unser rund 155 Millionen Euro umfassendes Investitionsvorhaben starten können“, berichtet Harm-Peter Büchner, technischer Geschäftsführer von BKB Delfzijl.
BKB greift beim Bau der Anlage auf vielfältigste und in über drei Jahrzehnten gesammelte Erfahrungen zurück. Insbesondere auf dem Gebiet der Rauchgasreinigung hat sich die Technik derart weiterentwickelt, dass heute Abfallverbrennungsanlagen im Bereich der Emissionen als vorbildlich gelten. Allein für die Rauchgasreinigung will BKB mehr als 20 Millionen Euro investieren. „Damit gewährleisten wir, dass die Anlage die strengen Umweltauflagen sicher einhalten wird“, versichert Büchner.
Der Bau der Abfallverbrennungsanlage dient der nachhaltigen Sicherung der Energieversorgung im Industriegebiet Oosterhorn und wird der Region einen neuen wirtschaftlichen Impuls verleihen. Neben etwa 50 direkten Arbeitsplätzen für den Betrieb der Anlage selbst werden zusätzlich bis zu 100 indirekte Arbeitsplätze entstehen. Dies nicht nur kurzfristig für den Bau der Anlage, sondern auch langfristig, etwa im Logistikbereich und für laufende Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten.
Die ersten Einstellungen von Mitarbeitern werden Anfang 2008 vorgenommen. Die zukünftige Betriebsmannschaft der Abfallverbrennungsanlage wird voraussichtlich Mitte 2008 eingestellt. „Damit erreichen wir, dass die Mitarbeiter bereits beim Bau der Anlage einbezogen und somit bei der Inbetriebnahme mit der Anlage bestens vertraut sind“, begründet Kaufmann die frühzeitigen Einstellungen.
Die Grundsteinlegung ist für Anfang nächsten Jahres, die Inbetriebnahme für Ende 2009 vorgesehen. Der Durchsatz der Abfallverbrennungsanlage beträgt bei einer Feuerungswärmeleistung von 120 MW rund 275.000 Tonnen im Jahr. Damit können rund 30 MW Strom und Prozessdampf an Industrieunternehmen am Standort geliefert werden.
Über BKB
Die BKB Aktiengesellschaft ist als Unternehmen auf die thermische Behandlung von Abfällen spezialisiert. Im Marktsegment Abfallverbrennung ist die E.ON-Tochter in Deutschland Marktführer. In den BKB-Anlagen werden sowohl Haus- und Gewerbeabfälle als auch aufbereitete höherkalorische Abfallfraktionen und Ersatzbrennstoffe zur Produktion von Strom, Fernwärme und Prozessdampf eingesetzt.
BKB beschäftigt derzeit rund 1.200 Mitarbeiter und verfügt direkt sowie über Tochter- und Beteiligungsgesellschaften über Abfallverbrennungsanlagen mit einer technischen Verbrennungskapazität von rund 2,7 Millionen t/a. Weitere Anlagen mit einer Verbrennungskapazität von rund einer Million Tonnen pro Jahr befinden sich im Bau.
Ein Foto finden Sie im Internet unter BKB Internet - Fotoservice.
BU: (v.l.) Matthias Elfers (BKB-Projektleitung), Harm-Peter Büchner (Geschäftsführer BKB Delfzijl), Horst Bieber (BKB-Projektleitung), C.J.D. Waal (Bürgermeister von Delfzijl), Rolf Kaufmann (Geschäftsführer BKB Delfzijl) und Ansgar Grosse-Bley (Projektleiter Heitkamp) beim ersten Spatenstich.