Helmstedt, 14.6.2007
BKB erhält Genehmigung für Abfallverbrennungsanlage im niederländischen Delfzijl
Die BKB Aktiengesellschaft mit Sitz in Helmstedt, Niedersachsen, hat von der Provinz Groningen die Genehmigung für die Errichtung und den Betrieb einer Abfallverbrennungsanlage für voraufbereitete Gewerbe- und Haushaltsabfälle im Industriegebiet Oosterhorn in Delfzijl erhalten. Ebenso wurde vom niederländischen Landwirtschaftsministerium die notwendige Naturschutzgenehmigung erteilt.
„Hervorragende Standortbedingungen und das hohe Interesse ansässiger Industrieunternehmen an langfristig sicherer und kostengünstiger elektrischer und thermischer Energie sprechen für dieses Projekt“, begründet BKB-Technikvorstand Dr. Roland Scharf das rund 130 Millionen Euro umfassende Investitionsvorhaben. Der Durchsatz der Abfallverbrennungsanlage beträgt bei einer Feuerungswärmeleistung von 117 MW rund 275.000 Tonnen im Jahr. Damit können rund 10 MW Strom und 85 MW Prozessdampf an Industrieunternehmen am Standort geliefert werden.
Der Bau der Abfallverbrennungsanlage dient der nachhaltigen Sicherung der Energieversorgung im Industriegebiet Oosterhorn und wird der Region einen neuen wirtschaftlichen Impuls verleihen. Neben etwa 50 direkten Arbeitsplätzen für den Betrieb der Anlage selbst werden zusätzlich bis zu 100 indirekte Arbeitsplätze entstehen. Dies nicht nur kurzfristig für den Bau der Anlage, sondern auch langfristig, etwa im Logistikbereich und für laufende Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten.
Zu den Vorteilen des Standortes zählt laut Scharf, dass es sich um ein reines Industriegebiet handele, welches mit einer sehr guten Infrastruktur wie vorhandenem Strom-, Gas-, Wasser- und Druckluftnetz ausgestattet sei. Zudem sei die Anbindung an das niederländische Wasserstraßennetz und den Hafen Delfzijl gegeben. Auch über die direkte Anbindung an die Autobahn A7 könne der Standort gut erreicht werden. „Und dies, ohne dass die Stadt Delfzijl vom LKW-Verkehr berührt wird“, betont Scharf.
BKB greift beim Bau der Anlage auf vielfältigste und in über drei Jahrzehnten gesammelte Erfahrungen zurück. Insbesondere auf dem Gebiet der Rauchgasreinigung habe sich die Technik derart weiterentwickelt, dass heute Abfallverbrennungsanlagen im Bereich der Emissionen als vorbildlich gelten. Allein für die Rauchgasreinigung will BKB mehr als 20 Millionen Euro investieren. „Damit wird sichergestellt, dass die Anlage die strengen Umweltauflagen sicher einhalten wird“, sagt Scharf. Nach Erteilung der Baugenehmigung durch das Bauamt der Gemeinde Delfzijl, welche Ende August 2007 erwartet wird, könne laut Scharf im September 2007 mit dem Bau der Anlage begonnen werden. Die Inbetriebnahme ist dann für Ende 2009 vorgesehen.
Über BKB
Die BKB Aktiengesellschaft ist als Unternehmen auf die thermische Behandlung von Abfällen spezialisiert. Im Marktsegment Abfallverbrennung ist BKB in Deutschland Marktführer. In den BKB-Anlagen werden sowohl Haus- und Gewerbeabfälle als auch aufbereitete höherkalorische Abfallfraktionen und Ersatzbrennstoffe zur Produktion von Strom, Fernwärme und Prozessdampf eingesetzt.
BKB beschäftigt derzeit rund 1.200 Mitarbeiter und verfügt direkt sowie über Tochter- und Beteiligungsgesellschaften über Abfallverbrennungsanlagen mit einer technischen Verbrennungskapazität von rund 2,7 Millionen t/a. Weitere Anlagen mit einer Verbrennungskapazität von rund einer Million Tonnen pro Jahr befinden sich im Bau. Außerdem verfügt die BKB AG durch die Betriebsführungen weiterer Anlagen im Bereich der SOTEC GmbH über umfassendes technisches Know-how.