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Großräschen, 14.05.2007

Kessel ist dicht - Meilenstein für BKB Großräschen


Der Kessel ist dicht. Das ergab die kürzlich vom TÜV Nord durchgeführte Druckprobe. Damit sei ein Meilenstein für BKB Großräschen erreicht, betonte Carsten Stäblein, BKB-Vorstandsvorsitzender. Zugleich zollte er allen am Bau Beteiligten Respekt: „Hier arbeiten alle Gewerke mit hoher Geschwindigkeit bei gleichzeitig höchster Präzision.“ Dies gewährleiste, dass die Abfallverbrennungsanlage im Spätherbst dieses Jahres den Betrieb aufnehmen könne.

 

„Der Standort Großräschen sichert künftig gemeinsam mit der ebenfalls im Bau befindlichen Anlage in Premnitz die umweltschonende Verbrennung von Abfall“, betonte Stäblein. Zudem reiche die erzeugte Energiemenge aus, um den Bedarf von zirka 40.000 Haushalten zu decken.

 

Dies sei insbesondere angesichts der Endlichkeit fossiler Energieträger und der CO2-Problematik von Bedeutung. „Energie aus Abfall ist ein wichtiges und umweltverträgliches Element im Energiemix. Denn mit dieser Art der Energieerzeugung lassen sich wegen der regenerativen Bestandteile im Brennstoff deutlich geringere CO2-Emissionen erzielen“, unterstrich Stäblein.

 

Hintergrund


Die vorgeschriebene Probe prüft die Festigkeit und Dichtigkeit der Schweißnähte. Dazu wurden die Außenwand des Kessels, die so genannte Membranwand, die Kesseltrommel sowie alle durchführenden und druckverbindenden Leitungen bis zum Kesselabsperrschieber mit Wasser befüllt und mit einer Spezialpumpe auf 143 bar gedrückt. Das entspricht etwa einem Druck in 1.430 Meter Meerestiefe. Der hier angewandte Druck ist circa dreieinhalb mal so hoch wie der Betriebsdruck der Anlage. Trotz dieser hohen Beanspruchung wurde im Kessel keine Naht undicht.

 

Die Dichtigkeit des Kessels ist ein wichtiges Stadium im Bauvorhaben und für den späteren, sicheren Betrieb grundlegende Vorraussetzung. Künftig wird hier durch das Feuer auf dem Verbrennungsrost das Wasser in den Membranwänden so stark erhitzt, bis Wasserdampf entsteht. Dieser Wasserdampf treibt dann die Turbine an und dient zur Erzeugung von Energie. Nach der erfolgreichen Druckprobe kann dann die Installation von Elektro- und Leittechnik sowie die Feuerraumauskleidung und Isolierung des Kessels erfolgen. Der Probebetrieb der Anlage von BKB Großräschen erfolgt ab November 2007.

 

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