Helmstedt, 08.03.2007
Erste Diplome für BKB-Studente im Praxisverbund
Gestern bekamen die ersten Studenten der Koope-ration im Bereich Elektrotechnik ihre Diplome in der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel überreicht. Vor knapp fünf Jahren ging die BKB Aktiengesellschaft eine Kooperation mit der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel ein. Ziel des Kooperationsmodells war und ist es, Absolventen von weiterführenden Schulen die Möglichkeit für eine duale Ausbildung mit Berufsabschluss und Diplom zu bieten.
BKB-Vorstandsmitglied, Veronika Keller-Lauscher, unterstrich bei den Diplomfeierlichkeiten vor allem die Verantwortung, die sich das Unternehmen für junge Menschen in der Region selbst auferlegt habe. „Als wir vor einigen Jahren in die Kooperation eingewilligt haben, bildeten wir noch ohne Bedarf aus. Heute können wir sagen, wir haben vorausschauend gehandelt. Denn das Unternehmen hat sich vom endlichen Kohlestromerzeuger zu einem bundesweit agierenden Verbrennungsunternehmen gewandelt. BKB hat nun ebenfalls das europäische Ausland im Fokus. Doch nicht nur den Studenten steht die Ausbildung von BKB offen. Wir helfen mit der Initiative „Mit Energie dabei“ als ein Unternehmen von E.ON auch benachteiligten Jugendlichen und geben ihnen die Chance auf einen Ausbildungsplatz.“
BKB wurde im letzten Jahr vom Minister für Arbeit und Soziales, Franz Müntefering, für seine Verdienste in der Ausbildung junger Menschen ausgezeichnet.
Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach, Präsident der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel, be-zeichnete die Kooperation als hervorragende Verzahnung zwischen Theorie und Praxis. Fachhochschule und Industrieunternehmen arbeiteten eng zusammen, um den Studenten eine bestmögliche Ausbildung zu ermöglichen. Die Diplome der ersten Studenten der dualen Ausbildung seien der krönende Abschluss eines Studiums im Praxisverbund, welches zu den schwierigsten Studiengängen der Fachhochschule zähle. Er machte auch deutlich, dass Studenten, die in diesem Praxisverbund studierten meist in der Regelstudienzeit ihr Studium beendeten und das meist mit einer 1,5 Punkte besseren Abschlussnote. Umbach verriet das Geheimnis des Erfolgs: die sorgfältige Auswahl der Betriebe bei der Vergabe der Studienplätze sowie die gute Zusammenarbeit und Praxisorientiertheit von Hochschule und Unternehmen.
Die Kooperation von BKB und Fachhochschule umfasst drei Studiengänge: Elektrotechnik, Maschinenbau und (ganz neu) Betriebswirtschaftslehre im Praxisverbund. Die Studenten der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel leisten dabei ihre Praxissemester im Ausbildungszentrum von BKB und erreichen am Ende dieser Praxiszeit einen Berufs-abschluss als Mechatroniker oder Industriekauf-mann. Parallel dazu erwerben die Studenten den akademischen Abschluss ihrer jeweiligen Fachrich-tung. Einschließlich der integrierten Berufsausbildung umfasst das Studium neun Semester. Die erste Stufe schließt mit der Diplom-Vorprüfung nach dem vierten und dem Abschluss als Facharbeiter vor der IHK nach dem fünften Semester ab.