Helmstedt, 22. Januar 2007
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel: "Energie aus Abfall ist ein wichtiges Element im Energiemix"
Die Strom- und Wärmeerzeugung aus Abfall gewinnt nach den Worten von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel insbesondere angesichts der Endlichkeit fossiler Energieträger und der CO2-Problematik an Bedeutung. „Energie aus Abfall ist ein wichtiges und umweltverträgliches Element im Energiemix. Denn mit dieser Art der Energieerzeugung lassen sich wegen der regenerativen Bestandteile im Brennstoff deutlich geringere CO2-Emissionen erzielen“, sagte Gabriel heute bei einer Besichtigung der zur Helmstedter BKB AG gehörenden Thermischen Restabfallvorbehandlungsanlage Buschhaus.
Die Siedlungsabfallverbrennung leistet auch in anderer Hinsicht einen eminent wichtigen Beitrag zur Verminderung der Emission von klimaschädigenden Gasen: Die Ablagerung unvorbehandelter Abfälle, wie sie derzeit noch in fast allen Ländern praktiziert wird, gehört weltweit zu den größten Quellen für klimaschädliches Methan. Durch Abfallverbrennung werden solche Emissionen unterbunden. Insofern ist der Stichtag 1. Juni 2005 und das seit diesem Datum bestehende bundesweite Verbot der Ablagerung unvorbehandelter Siedlungsabfälle nicht nur ein historisches Datum für die Abfallwirtschaft in Deutschland, sondern auch für den Klimaschutz.
BKB-Vorstandsvorsitzender Dr. Henrich Wilckens unterstrich darüber hinaus, dass auch die strengen Grenzwerte der 17. Bundesimmissionsschutzverordnung für Emissionen von Schwermetallen und anderen Schadstoffen von den BKB-Anlagen nicht nur eingehalten, sondern deutlich unterschritten werden.
Um weitere Verbesserungen im Sinne des Umweltschutzes zu erreichen, gehöre es zum Konzept von BKB, durch Know how-Transfer im eigenen Anlagenverbund und mit den Anlagenherstellern stetig Optimierungen zu entwickeln und umzusetzen.
„Wir sehen sowohl bei bestehenden als auch neuen Abfallverbrennungsanlagen weiteres Potential für einen nachhaltigen und umweltschonenden Beitrag zur Energiewirtschaft“, sagte Wilckens.