Helmstedt, 10.08.2006
Weder Billiganlage, noch veraltete Technik. "Wir nehmen alle Sorgen sehr ernst."
Weder von einer Billiganlage, noch von einer veralteten Technik könne bei der geplanten Abfallverbrennungsanlage zur Energieerzeugung am Heringer Kali + Salz-Standort gesprochen werden, entgegnet der zukünftige Betreiber mehrfach geäußerter Kritik. "Im Gegenteil, wir planen eine Anlage, die die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Grenzwerte deutlich unterschreiten wird", betont Andreas Aumüller, Pressesprecher der Helmstedter BKB AG.
BKB stehe insbesondere hinsichtlich der Emissionswerte ein häufig genannter Kritikpunkt für größtmögliche Transparenz. Deshalb würden zum Beispiel die Werte der im letzten Jahr in Betrieb genommenen Anlage in Hannover täglich im Internet veröffentlicht. Zudem sei das zuständige Gewerbeaufsichtsamt über eine direkte Online-Verbindung in der Lage, die Messwerte jederzeit aktuell einzusehen. "Dabei zeigt sich deutlich, dass Grenzwerte nicht mit den Betriebswerten gleichzusetzen sind", unterstreicht Aumüller.
"Der Gesetzgeber gibt einen Rahmen vor. Wird dieser eingehalten, sind weder für Mensch noch Tier noch Pflanze gesundheitsschädliche Beeinträchtigungen zu befürchten", erläutert Aumüller. "Unsere in Betrieb befindlichen Anlagen beweisen, dass wir uns unter diesen Grenzwerten befinden", betont der Pressesprecher. Nichts anderes sei für Heringen zu erwarten. Weil man um die Sorgen der Bevölkerung wisse und diese ernst nehme, habe man bereits vor über einem Jahr über das Vorhaben informiert. "Schon als die Idee entstand, haben wir zu einem Informationsabend eingeladen. Weil wir nichts zu verbergen haben", sagt Aumüller.
Schließlich betreibe BKB bundesweit Abfallverbrennungsanlagen; insgesamt zur Zeit neun mit einer Kapazität von rund 2,7 Millionen Tonnen. "Aufgrund der ausgefeilten Technik entziehen wir damit der Umwelt mehr Schadstoffe, als wenn die Abfälle auf andere Art und Weise entsorgt würden", betont Aumüller. Deshalb seien Abfallverbrennungsanlagen als Schadstoffsenke eingestuft und die Verbrennung gelte mit als ökologischste und ökonomischste Möglichkeit der Entsorgung. Zumal in Deutschland seit Juni 2005 keine Abfälle mehr unbehandelt deponiert werden dürften.
Neben vielen anderen Aspekten, die für eine solche Anlage sprächen und die BKB vor Ort gerne erläutere, verweist Aumüller auf falsch dargestellte Sachverhalte: "Immer wieder wird behauptet, wir würden einen so genannten Bypass bei der Rauchgasreinigung einbauen. Das ist einfach nicht wahr. Obwohl wir mehrfach darauf hingewiesen haben, wird das regelmäßig geäußert." Ebenso betone BKB immer wieder, dass der Transport per Bahn mit angeboten werde. Leider werde aber auch dies in den Äußerungen mancher Gegner des Vorhabens wider besseren Wissens nicht berücksichtigt und beständig falsch als Vorwurf wiederholt.