Helmstedt, 24.06.2005
TRV Buschhaus verbrennt soviel Abfall wie noch nie
Seit am 1. Juni 2005 die Ausnahmeregelungen zur Umsetzung der Vorgaben aus der Technischen Anleitung Siedlungsabfall (TASi) und der Abfallablagerungsverordnung ausgelaufen sind, dürfen keine unbehandelten organischen siedlungs- und Gewerbeabfälle mehr deponiert werden. Dies führt seither bundesweit zu einer sprunghaften Nachfrage nach thermischen Behandlungskapazitäten.
Wir verbrennen gegenwärtig soviel Abfall wie noch nie, beschreibt Helmut Wensing, Betriebsleiter der TRV Buschhaus, die Situation. Der Großteil der Anlagenkapazität sei über langfristige Verträge mit den entsorgungspflichtigen Gebietskörperschaften der Region ausgelastet. Diese kommunalen Vertragspartner haben bei uns Vorrang, betont Wensing. Dennoch könne es vereinzelt zu Engpässen kommen. Kunden mit Gewerbeabfällen, die sich nicht rechtzeitig um eine vertraglich zugesicherte Entsorgung gekümmert hätten, müssten jedoch zurzeit damit rechnen, ihren Abfall nicht in der TRV verbrennen lassen zu können.
Entspannung sei Anfang August abzusehen, so der Betriebsleiter. Dann nehme die neu gebaute dritte Linie ihren Betrieb auf. Damit erreichen wir eine technische Verbrennungskapazität von 525.000 Tonnen pro Jahr, zeigt Wensing die Größenordnung auf. Dies seien zusätzlich 175.000 Jahrestonnen, die zur Verfügung stehen.
Bis dahin würden ab der kommenden Woche überschüssige Mengen balliert und bis zur Verbrennung übergangsweise zwischengelagert. Dass unsere Anlage an ihre Kapazitätsgrenze stößt, ist kein Einzelfall, unterstreicht Wensing. Überall in Deutschland suchen insbesondere Anlieferer im Bereich der Gewerbeabfälle nach freien Kapazitäten.