

Westlich von Köln, in einem Stadtteil von Hürth, erstreckt sich einer der bedeutenden Industriegebiete Deutschlands. Dort, wo noch vor 50 Jahren Braunkohle gefördert und veredelt wurde, findet sich nun die chemische Industrie, im Chemiepark Knapsack wieder. Die größten ansässigen Betriebe sind die InfraServ GmbH & Co.Knapsack KG, die RWE-Power und die Rheinpapier.
Umgeben von zahlreichen Kaminen der ansässigen Industriebetriebe steht das Ersatzbrennstoffkraftwerk (EBKW) Knapsack der E.ON Energy from Waste Saarbrücken, um ein Viertel des Strombedarfs des Chemieparks, sowie den notwendigen Prozessdampf für die Chemie-Firmen zu erzeugen.
Zusammen mit der InfraServ GmbH & Co Knapscak KG, der Betreibergesellschaft des Chemieparks Knapsack, wurde 2007 eine eigene Gesellschaft, die EBS Kraftwerk GmbH, gegründet, um das Kraftwerk zu bauen und zu betreiben. Seit Januar 2009 verbrennen nun die zwei Verbrennungslinien bis zu 240.000 Tonnen Ersatzbrennstoffen pro Jahr und geben somit eine Leistung von 68 Tonnen Frischdampf pro Stunde und Linie an den Chemiepark ab. Es ist damit einer der größten Ersatzbrennstoffkraftwerke Deutschlands.
Im Januar 2009 ging die Anlage in den regulären Betrieb. Rund 40 neue Arbeitsplätze entstanden im EBKW Knapsack.