

Wärmenutzung bei der Abfallverbrennung ist wirtschaftlich sinnvoll. Sie ist umweltfreundlich und preisgünstig. Fernwärme fällt eigentlich als Nebenprodukt von Kraft-Wärme-Kopplungsprozessen an.
Während in konventionellen Kraftwerken fast zwei Drittel der Energie als Abwärme verloren geht, wird sie in vielen Abfallverbrennungsanlagen bereits genutzt. Hier wird sie parallel zur Stromerzeugung als Heizwärme abgezogen und durch ein eigenes Fernwärmenetz zu den Verbrauchern geleitet.
Der Abnehmer benötigt durch dieses Heizsystem keine weiteren Energieträger wie Öl und Gas und spart vor allem den Platz für eigene Heizkessel.
Die Produktion von Fernwärme macht jedoch nur dann Sinn, wenn der Endverbraucher in möglichst näherer Umgebung zu finden ist. Denn weite Transportstrecken verursachen schnelle Energieverluste. Das Übertragungsmedium für die Wärme ist in der Regel Wasser.
Eine Tonne Abfall liefert bei Verbrennung rund 600 Kilowattstunden Strom. Mit dieser Energiemenge könnte man 4 Monate Dauerfernsehen (mit einem LCD-Flachbildschirm).